Die Fotoausrüstung hängt oft davon ab, wieviel Geld man für eine Kamera übrig hat. Im Grund genommen kann man Busse, Straßenbahnen und Eisenbahnen mit fast jeder Ausrüstung fotografieren. Nur von Billigkameras ist abzuraten.
Analoge Kameras
Mit analogen Kameras arbeitet heute fast keiner mehr, aber einige Fotofans bevorzugen immer noch Negative oder Dias.
Geeignet sind alle Kameras, die Wechseloptiken haben, eine Spiegelreflexkamera sollte es also so schon sein.
Ich habe in den 1970er Jahren mit einer analogen SLR-Ausrüstung angefangen Busse und Bahnen zu fotografieren. Anfangs benutzte ich dafür eine vollmechnaische Nikon Nikkormat FT 3 und eine Nikon EL 2 mit dem Autowinder. Die Nikon EL 2 war mit SW-Film bestückt, die Nikkormat FT 3 mit Diafilm.
Ich verwendete meistens Optiken von 28 mm, 50 mm, 100 mm und 135 mm Brennweite, seltener und fast nur nur an Eisenbahnstrecken auch ein 200 mm Objektiv.
Diese Ausrüstung reicht völlig aus, wenn man mit analogen Kameras arbeiten will.
Ich bevorzugte schon immer, Busse und Bahnen während der Fahrt zu fotografieren und nicht, wenn sie an einer Haltestelle oder auf dem Bahnhof stehen. Dabei kommt es weniger auf die Technik als auf den Standpunkt an. Und darauf, daß man rechtzeitig den richtigen Bildausschnitt hat und im richtigen Augenblick auslöst. Busse und Straßenbahnen sind schneller, als manche glauben, meistens gibt es nur einen optimalen Moment für das Bild. Daran hat sich in Zeiten digitaler Kameras auch nichts geändert.
Digitalkameras
Man kann auch mit einfachen und preiswerten Digitalkameras gute Fotos von Bussen und Bahnen machen. Wieviel Pixel und welchen Zoomfaktor eine Kamera hat, hängt oft von den finanziellen Möglichkeiten ab.
Mit einfachen Digitalkameras sind meistens nur gute Fotos von stehenden Fahrzeugen möglich, oder wenn man einen guten Standpunkt hat, das Fahrzeug beim Näherkommen im richtigen Augenblick ablichten kann.
Die Kamera sollte man vor dem Kauf unbedingt ausprobieren und testen, also möglichst keine im Versandhandel oder in einer Auktion kaufen, wenn man nicht weiß, wie die Kamera wirklich arbeitet!
Beispiele dazu: ich habe einige recht gute Fotos von Straßenbahnen mit einer sehr billigen Kamera von KODAK gemacht. In der Fotogalerie sind einige Bilder davon, z.B. von Straßenbahnen in Krefeld. Die 2000 oder 2001 gekaufte KODAK war damals schon veraltet, hat nur ein Objektiv mit 35 mm Brennweite, aber man kann damit an guten Standpunkten auch gute Fotos machen. 2004 habe ich meiner Frau eine Pocketkamera von Aiptek gekauft, die sehr klein und handlich ist. Diese rund 4 Jahre neuere Kamera stellte sich als absoluter Reinfall heraus. Im Vergleich zur völlig veralteten KODAK war das Sucherbild kaum erkennbar, alle Bildauflösungen über 1600 Pixdel breite waren interpoliert, soweit ich sehe, und lieferten völlig ungenießbare Ergebnisse. Das Schlimmste war der Auslöser. Hart, unsensibel, zum Auslösen mußte man sozusagen "mit dem Hammer drauf hauen", dabei wurde die Kamera verrissen und die Bilder unscharf. Auch von stehenden Fahrzeugen bei Schönwetter. Das deutet darauf hin, daß die Kamera auch viel zu niedrige Verschlußzeiten schaltet. Eine Anzeige über Blende und Verschlußzeit gibt es nicht.
Solche Kameras können Sie also für Fotos von Bussen und Bahnen völlig vergessen.
Seit 2001 fotografiere ich überwiegend mit Digitalkameras von FUJI und PANASONIC, die einen Zoombereich ab 35 mm (anlog Kleinbildformat) bis ca. 200 und 420 mm bieten. Man kommt auch mit weniger Zoom aus. Wichtig ist, daß die Digitalkamera ohne Interpolation Bilder liefert, die ausreichend scharf und kontrastreich sind. Welche Bildgröße und wieviel Pixel die Digitalkamera haben soll hängt dagegen davon ab ob Sie
- Bilder nur für die Wiedergabe am PC oder für eine Internetseite benötigen
- Bilder auch ausdrucken wollen und in welchem Format


